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Selbstmanagement neu gedacht

  • Autorenbild: Fio Yuxuan Wu
    Fio Yuxuan Wu
  • 9. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

In meinem MBA-Studium habe ich verschiedene Ansätze des Selbst- und Zeitmanagements kennengelernt. Drei Modelle sind mir besonders im Gedächtnis geblieben, weil sie praktische Methoden mit tiefgehenden Prinzipien verbinden.


  1. GTD-Methode - Getting Things Done

    Wie geht man mit Verpflichtungen und offenen Aufgaben besser um? Zentrale Idee: Lose Enden vermieden. Alles, was unsere Aufmerksamkeit bindet, sollte in ein verlässliches System aufgenommen werden.

    Kernprinzipien:

    • Verpflichtungen klar definieren: Worin genau besteht meine Aufgabe?

    • Ergebnisse benennen: Wie sieht das gewünschte Resultat aus?

    • Handlungsschritte festlegen: Was ist der nächste konkrete Schritt?

    Die fünf Stufen von GTD in der Praxis:

    1. Sammeln: Alles Unerledigte erfassen - mit möglichst wenigen Sammelbehältern, die regelmäßig geleert werden.

    2. Verarbeiten: Entscheiden, was der nächste Schritt ist:

      • Sofort erledigen - wenn unter 2 min

      • Delegieren

      • Verschieben/Planen

    3. Organisieren: Informationen am richtigen Ort ablegen - z.B. in Listen, Kalendern, Projektplänen oder Referenzsystemen.

    4. Durchsehen: Regelmäßige Überprüfung, um Listen zu ergänzen, zu bereinigen und aktuell zu halten.

    5. Erledigen: Aufgaben anhand von Kontext, verfügbarer Zeit, Energie und Priorität abarbeiten

    GTD schafft Klarheit, weil es den Kopf entlastet und uns ein zuverlässiges System an die Hand gibt.


  2. Die 7 Wege zur Effektivität

    1. Privater Erfolg (innere Haltung):

      - Proaktiv sein: Verantwortung für eigene Entscheidungen übernehmen. Folgen meinen Prinzipien und Werten, nicht meinen Launen oder Umständen.

      - Schon am Anfang das Ende im Sinn haben: Klare Zielvorstellungen entwickeln.

      - Das Wichtigste zuerst tun: Prioritätensetzung um eigene Werten ergänzen.

    2. Öffentlicher Erfolg (Zusammenarbeit mit anderen):

      - Gewinn/Gewinn-Denken: Lösungen suchen, die für alle Seiten vorteilhaft sind. Wenn das nicht möglich ist, ist auch "kein Geschäft" eine Option

      - Erst verstehen, dann verstanden werden: Zuhören und Empathie zeigen, bevor man selbst argumentieren.

      - Synergien schaffen: Zusammenarbeit so gestalten, dass mehr entsteht als die Summe der Einzelbeiträge.

    3. Übergeordneter Weg:

      - Die Säge schärfen: Sich selbst regelmäßig erneuern - körperlich, geistig, emotional und spirituell.


  3. Die 7 Felder der Selbstführung

    Ein weiteres Modell betrachtet Selbstmanagement umfassender - in 7 Handlungsfeldern:

    1. Vision und Mission: Orientierung an langfristigen Zielen und Werten

    2. Körper, Seele und Geist: Ganzheitliches Wohlbefinden als Grundlage für Leistungsfähigkeit

    3. Fähigkeiten und Selbstentwicklung: Kontinuierliches Lernen und Weiterentwicklung

    4. Partner, Mitarbeiter und Netzwerk: Beziehungen und Kooperationen aktiv gestalten

    5. Prozesse und Strukturieren: Ordnung und effiziente Abläufe schaffen

    6. Projekte und Produkte: Eigene Lebensprojekte planen und realisieren

    7. Mehrwert: Regelmäßig überprüfen, welchen Nutzen die eigene Arbeit schafft.

    Dieses Modell erinnert uns daran, dass Selbstführung mehr ist als To-do-Listen - es ist die bewusste Gestaltung unseres gesamten Lebensumfelds.


Ob GTD für konkrete Aufgaben, die 7 Wege für persönliche und soziale Effektivität oder die 7 Felder der Selbstführung für einen ganzheitlichen Blick - alle drei Modelle zeigen: Selbstmanagement bedeutet Klarheit, Verantwortung und stetige Weiterentwicklung.

Am Ende geht es nicht darum, immer mehr zu tun, sondern darum, die richtigen Dinge zu tun - und sie mit Sinn, Struktur und Balance in Einklang zu bringen.

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