Instrumente und Prinzipien der Zeitplanung
- Fio Yuxuan Wu

- 31. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Zeit ist eine unserer wertvollsten Ressourcen – und doch verrinnt sie oft unbemerkt zwischen Terminen, Aufgaben und Ablenkungen. Eine durchdachte Planung des persönlichen Arbeitstages hilft, den Überblick zu behalten und Energie gezielt einzusetzen. Dabei sollten nicht nur Termine und Aufgaben, sondern auch Kommunikation, Pausen und private Aktivitäten berücksichtigt werden.
Im Folgenden stelle ich einige erprobte Methoden und Prinzipien vor, die ich im MBA kennengelernt habe und die sich hervorragend für das persönliche Zeitmanagement eignen.
Die ALPEN-Methode
Die ALPEN-Methode ist ein klassisches Werkzeug zur Tagesplanung:
A – Aufgaben auflisten
Erstelle eine Übersicht aller anstehenden Aufgaben.
L – Länge einschätzen
Schätze den Zeitaufwand realistisch.
P – Pufferzeiten einplanen
Plane ca. 40 % Pufferzeit für Unvorhergesehenes ein.
E – Entscheidungen treffen
Priorisiere: Was ist heute wirklich wichtig?
N – Nachkontrolle
Am Ende des Tages prüfen: Habe ich das umgesetzt, was ich mir vorgenommen habe?
Diese Methode zwingt uns, realistisch zu planen – und verhindert, dass der Tag in Überforderung endet.
Das Eisenhower-Prinzip
Das Eisenhower-Prinzip hilft, Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu unterscheiden:
A-Aufgaben: wichtig + dringend
Sofort erledigen. Sie sind notwendig, aber sollten durch gute Planung langfristig vermieden werden.
B-Aufgaben: wichtig, aber nicht dringend
Strategisch planen und rechtzeitig bearbeiten. Diese Aufgaben bringen Qualität und Entwicklung. Wer sie aufschiebt, riskiert, dass sie zu A-Aufgaben werden.
C-Aufgaben: nicht wichtig, aber dringend
Täuschend – sie wirken dringend, tragen aber wenig Wert. Reduzieren oder delegieren.
D-Aufgaben: weder wichtig noch dringend
Zeitverschwendung. Eliminieren.
Das Pareto-Prinzip (80/20-Regel)
Das Pareto-Prinzip besagt: Oft erzeugen 20 % der Aufgaben 80 % der Wirkung.
Das bedeutet: Wer die wirklich wertvollen 20 % identifiziert und sich auf diese konzentriert, steigert seine Effektivität enorm – anstatt sich in Kleinigkeiten zu verlieren.
Tipps für persönliches Zeitmanagement
Neben diesen Methoden helfen auch kleine Prinzipien im Alltag:
„Gut genug“-Punkt definieren: Nicht jede Aufgabe muss perfekt sein. Frage dich: Wann ist das Ergebnis ausreichend?
Radikal vereinfachen: Reduziere die Anzahl der Aufgaben.
Prinzipien statt Entscheidungen: Ersetze wiederholte Entscheidungen durch feste Regeln, z. B. „E-Mails nur zweimal am Tag checken.“ „Freitag ist Ruhetag für Reflektion“.
Struktur gegen Ablenkung: Feste Zeitblöcke für konzentriertes Arbeiten helfen, Fokus zu behalten.
Gutes Zeitmanagement bedeutet nicht, mehr Aufgaben in einen Tag zu pressen. Es bedeutet, bewusst zu entscheiden, was wirklich wichtig ist, Aufgaben zu strukturieren und genügend Raum für Pausen und Unvorhergesehenes zu lassen. Ob mit der ALPEN-Methode, dem Eisenhower-Prinzip oder der 80/20-Regel - entscheidend ist, den eigenen Umgang mit Zeit aktiv zu gestalten.
Für mich ist es vor allem ein Werkzeug des Selbstmanagements - und damit der Schlüssel, den Tag nicht nur produktiv, sondern auch sinnvoll zu leben.





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